« Wir unterstützen Ixopo »

Die Erlebniswelt der Kinder in Südafrika ist voller Überraschungen - oft unvorhergesehen, oft tragisch - daran hat auch die Euphorie der Weltmeisterschaft im Vorjahr nicht viel geändert.

Auch das Projekt „Straßenkinder in Ixopo” musste Rückschläge verkraften. So mussten u.a. zwei ehrenamtliche Helfer aus persönlichen Gründen und auf Grund einer schweren Krebserkrankung ihre Hilfsarbeit beenden.
Aber es wurden neue Helfer/innen gefunden, vor allem junge Missionshelfer aus Europa, die die Schwestern bei Ihrer Arbeit mit den Kindern unterstützen.

Ein besonderes Augenmerk bei der Arbeit vor Ort wurde auf die Vorbereitungstreffen für die therapeutische Betreuung gelegt. So wurden viele Gespräche mit Kindern und deren Familienmitgliedern geführt, um das Therapieprogramm weiter zu entwickeln.

Aktuell betreut das Projekt 70 Kinder (siehe Übersicht).
Die Jugendlichen im Alter von 15 und 16 Jahren arbeiten bereits jetzt als freiwillige Helfer in der "Little Flower" Schule und helfen dort besonders den jüngeren Schülern beim Lernen.

Alter 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16
Jungen 1 8 8 4 2 5 1 5 2 5 -
Mädchen 1 4 4 3 2 5 2 2 4 - 1

Nach über einem Jahr möchten wir ein erstes Zwischenfazit ziehen:
Die Rahmenbedingungen für die Arbeit von Schwester Ulrike und den engagierten Helfern konnten durch die Spende deutlich verbessert werden. Die Umstände vor Ort, besonders die Krankheit AIDS kann langfristig nur durch bessere Aufklärung und Bildung verbessert werden. Hierzu bedarf es weiterhin dem Einsatz freiwilliger Helfer wie Schwester Ulrike.


Oktober 2010
« Wir unterstützen Ixopo »

Die Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika ist vorbei – der Verkauf der beiden „african kick 2010” Produkte abgeschlossen.

40.728,60 € ist die stolze Spendensumme aus dem Verkauf des „african cheese kick” und des Joghurt „african choco kick” zugunsten des Straßenkinder -Projektes in Ixopo. Eine Spendensumme in dieser Höhe hatten wir in keinster Weise erwartet.

Umso größer ist an dieser Stelle der Dank an alle die mit ihrem Engagement dieses großartige Ergebnis ermöglicht haben. Da sind die Bio-Großhändler zu nennen, die Naturkost-Einzelhändler und alle Bio-Filialisten; nicht zu vergessen aber vor allem unsere Kunden und Verbraucher.

Foto: Paul Söbbeke mit Käse und Scheck

Die gesamte Spendensumme steht der Ordensschwester Ulrike Diekmann für ihre Arbeit vor Ort zur Verfügung. Der Betrag von 40.728,60 € ist in voller Höhe und ohne jegliche Abzüge auf ein Sonderkonto überwiesen worden auf das nur Schwester Ulrike Zugriff hat. Transparenz ist uns hier besonders wichtig.

Schwester Ulrike hat uns eine Liste mit ersten konkreten Maßnahmen und Projekten übermittelt wie das Spendenaufkommen eingesetzt werden soll. Zu allererst und weil der Bedarf ganz akut war, wurden warme Kleidung und Decken für den Winter angeschafft. Das bereits als Vorgriff auf die Spende, da der Winter in Südafrika besonderes kalt war und die vorhandene einfache Kleidung nicht ausreichte. Diese notwendige Anschaffung konnte getätigt werden ohne an anderer Stelle zu kürzen.

Ein Teil der Spendensumme wird auch für laufendende notwendige Ausgaben eingesetzt werden. Hierzu gehören insbesondere die medizinische Versorgung der Kinder, Kleidung und Schuluniform sowie Lebensmittel. Dank der Spendensumme kann hier nun endlich eine kontinuierliche Versorgung gewährleistet werden.

Eine ganz wichtige Position in der Verwendung der Spendensumme wird der Bereich Schule und Bildung einnehmen. Der Schulbesuch und das erlernen der englischen Sprache unabdingbare Voraussetzungen für die Kinder und ihre Zukunft. Für die Schule konnte endlich ein Kopiergerät angeschafft werden. Als weitere Sofortmaßnahmen sind über 50 Schulbücher und ein damit verbundenes Lernprogramm angeschafft worden. Damit können die Kinder von der 1. bis zur 7. Klasse pädagogisch gerecht die englische Sprache und Mathe erlernen. Zwei Computer für die Schule ergänzen die schulische Unterstützung um Arbeitsblätter zu erstellen oder mittels Lernsoftware Sachkunde und auch den in Südafrika heute üblichen Umgang mit Computern zu lernen.

Foto: Kinder in der Schule

Auch in therapeutischer Hinsicht ist ein großer Handlungsbedarf vorhanden. Aufgrund der individuellen Geschichte jedes Kindes und dem Umgang mit Aids gibt es bei den Kindern Schwierigkeiten in der Koordination, der Aufmerksamkeit und der Befindlichkeit. Hierfür und auch für die kleineren Kinder ist die Anschaffung eines Klettergerüstes geplant, um in spielersicher Art und Weise die Defizite zu beheben.

Foto: Klettergerüst

Mittelfristig soll aus dem Spendengeld ein 2-jähriges Therapieprogramm entwickelt und umgesetzt werden, das den Kindern und den Familien hilft, besser mit den täglichen Anforderungen zurecht zu kommen. Die Stärkung des Selbstbewusstseins, der Umgang mit traumatischen Erlebnissen wie Trauer und Krankheit, aber auch die Entwicklung wichtiger sozialer und emotionaler Fähigkeiten sollen die Kerninhalte dieser Therapie bilden. Zudem sollen die Kinder schon früh erlernen welche Bedeutung HIV / Aids für ihr Leben hat und welche Folgen damit verbunden sind.

Welche Summen genau für welche Maßnahmen und Projekte ausgegeben werden und über welchen Zeitraum die Spendensumme Verwendung finden wird, können Sie der nachstehenden Übersicht entnehmen. Sicher ist jedoch, dass ein Teil davon in eine Art Rücklage geht, um zumindest für die nächsten Monate, vielleicht sogar 1 bis 2 Jahre, die notwendigsten Ausgaben und Anschaffungen sicher zu stellen und ein wenig mehr Sicherheit bei der finanziellen Lage zu gewährleisten.


Bereits getätigte Anschaffungen
ZRD
Decken für die Kinder 10.000 1.052,63
Schulkleidung 30.000 3.157,89
4 Computer mit Schulprogrammen 20.000 2.105,26
Aktuelle Schulbücher 18.000 1.894.74
Kopierer 8.000 842,11
Gesamt       86.000 9.052,63

Regelmäßige Ausgaben
ZRD
Schulgeld (pro Jahr) 40.000 4.210,53
Mahlzeiten (pro Woche) 2.000 210,53
Kopierpapier (pro Monat) 600 63,16

Durchschnittlicher Umrechnungsfaktor:   1 € = 9,5 ZRD


Wir werden auf dieser Seite weiter darüber berichten, welche weiteren Anschaffungen geplant sind und wie diese umgesetzt werden sollen. Schwester Ulrike teilte uns mit, dass dieses Projekt nicht enden wird, solange diese Kinder auf Unterstützung angewiesen sind und Hilfe benötigen.
Mit dieser Spendensumme kann für das Projekt Vieles erreicht werden, was zuvor noch in ganz weiter Ferne war.
Dafür sagen alle Siyabonga.


 
  
 
Danke heißt auf Zulu:
„ Siyabonga “
 
 
Wir danken unseren Unterstützern:
Schwester-Ulrike-Kreis Gronau KFD - St. Josef Gronau
 
www.soebbeke.de                 Impressum
SoftRage.de